York Chocolate - seltene amerikanische Katze mit schokoladenbraunem Fell

York Chocolate - seltene amerikanische Katze mit schokoladenbraunem Fell

Die York Chocolate ist eine halblanghaarige Katze mit einem auffällig weichen, schokoladenbraunen oder lilafarbenen Fell und einem muskulösen, eleganten Körper. Die Rasse entstand in den 1980er Jahren auf einer Farm im US-Bundesstaat New York, aus einer zufälligen Farbmutation in einem Wurf Bauernhofkatzen. Heute ist die York Chocolate eine der am schwersten zu findenden Katzenrassen der Welt: Es gibt keinen aktiv geführten Rasseverband mehr, und weltweit sind keine bestätigten, aktiven Züchter bekannt. Wer diese Rasse in Erwägung zieht, sollte sich vor allem bewusst sein, dass sie praktisch nicht käuflich zu erwerben ist. Diese Seite beschreibt die Katze so, wie sie historisch dokumentiert ist, damit Interessierte ein ehrliches Bild erhalten - einschließlich der Gründe, warum eine vergleichbare Rasse oft die realistischere Wahl ist.

Kerndaten im Überblick

  • Offizieller Name: York Chocolate (auch York Chocolate Cat genannt)
  • Synonyme: keine gebräuchliche deutsche Bezeichnung; international auch kurz „York“ genannt
  • Herkunft: Vereinigte Staaten (Berlin, Bundesstaat New York), 1980er Jahre
  • Anerkennungsstatus: nicht anerkannt von FIFe, TICA oder CFA; erhielt in den 1990er Jahren Championatsstatus beim kanadischen Kattenverband CCA und wird in der Liste der deutschen World Cat Federation (WCF) geführt; der eigene Rasseverband (International York Chocolate Federation) ist seit 2004 nicht mehr aktiv
  • Felltyp: halblang, seidig-weich, mit wenig Unterwolle
  • Gewicht: Richtwert 4-6 kg bei weiblichen Tieren und 6-8 kg bei Katern; manche Quellen nennen bei Katern Ausreißer von deutlich über 9-10 kg
  • Lebenserwartung: Richtwert 13-15 Jahre; es gibt kein offizielles Gesundheitsregister für diese Rasse, auf dem diese Zahl formal basiert
  • Farben und Muster: schokoladenbraun oder lila, einfarbig oder kombiniert mit Weiß
  • Aktivitätsniveau: mittel bis hoch, mit ausgeprägtem Jagdinstinkt
  • Pflegeaufwand: mittel (halblanges Fell, wenig Verfilzung durch geringe Unterwolle)
  • Eignung als Wohnungskatze oder mit Freigang: beides möglich, mit den üblichen Sicherheitsabwägungen
  • Alleinbleiben: mittel; die Rasse gilt als sehr menschenbezogen
  • Eignung für Einsteiger: vom Charakter her grundsätzlich geeignet, in der Praxis aber kaum relevant, da die Anschaffung nahezu unmöglich ist

Kurzer Eignungscheck

Passt eventuell zu dir, wenn du:

  • dich vor allem für die Geschichte und die Merkmale dieser Rasse interessierst, nicht unbedingt für die tatsächliche Anschaffung;
  • eine anhängliche, menschenbezogene Katze mit halblangem, pflegeleichtem Fell magst;
  • bereit bist, auf eine vergleichbare, tatsächlich erhältliche Rasse mit schokoladenbraunem oder lilafarbenem Fell auszuweichen.

Passt wahrscheinlich nicht zu dir, wenn du:

  • kurzfristig ein Kitten dieser speziellen Rasse kaufen möchtest - es gibt keine bestätigten aktiven Züchter;
  • Sicherheit über einen offiziellen, aktuell gepflegten Rassestandard und ein Gesundheitsscreening haben möchtest;
  • eine Katze mit einem umfassend abgesicherten, wissenschaftlichen Gesundheitsprofil suchst - dafür fehlt bei dieser Rasse die Forschungsgrundlage.

Name, Anerkennung und verwandte Rassen

Der Name verweist direkt auf den Bundesstaat New York, wo die Rasse entstand, kombiniert mit der charakteristischen schokoladenbraunen Fellfarbe. Eine abweichende offizielle Bezeichnung in anderen Sprachen gibt es nicht.

York Chocolate wurde nie von der FIFe, TICA oder CFA anerkannt. In den 1990er Jahren erhielt die Rasse jedoch Championatsstatus beim kanadischen Kattenverband (CCA), und sie wird in der Liste der deutschen World Cat Federation (WCF) geführt. Der eigene Rasseverband, die International York Chocolate Federation, ist seit 2004 nicht mehr aktiv; es gibt also keine Instanz mehr, die den Standard aktiv überwacht oder Züchter zertifiziert.

Farblich ist die Rasse mit der Havana Brown vergleichbar, die ebenfalls ein einfarbig schokoladenbraunes Fell hat, allerdings kurzhaarig ist, einen orientalischen Körperbau besitzt und bei mehreren großen Verbänden anerkannt ist. Wer die Farbe attraktiv findet, aber eine tatsächlich erhältliche Rasse sucht, informiert sich am besten über die Havana Brown oder über schokoladen- oder lilafarbene Linien anderer anerkannter Rassen.

Geschichte und Herkunft

Die York Chocolate entstand 1983 auf einer Ziegenfarm bei Berlin, im US-Bundesstaat New York. Züchterin Janet Chiefari entdeckte in einem Wurf eines schwarzen langhaarigen Bauernhofkaters und einer schwarz-weißen langhaarigen Mutterkatze ein Kitten mit einem auffällig schokoladenbraunen Fell; dieses Kitten erhielt den Namen Brownie. Vermutlich trugen beide Elterntiere siamesische Abstammung in sich, was die braune Farbanlage erklärt.

Chiefari begann anschließend gezielt auf die Kombination aus schokoladenbrauner oder lilafarbener Fellfarbe, halblangem, seidigem Fell und einem muskulösen, eleganten Körperbau zu züchten. Die experimentelle Rasse wurde um 1990 erstmals formell von einem nordamerikanischen Katzenverband anerkannt und erreichte 1995 Championatsstatus beim kanadischen Kattenverband. Seitdem ist die Zahl der Züchter allmählich zurückgegangen; der eigene Rasseverband wurde nach 2004 nicht mehr aktiv weitergeführt. Aktuell sind weltweit keine bestätigten, aktiven Zuchtprogramme bekannt, weshalb manche Quellen die Rasse inzwischen als funktionell ausgestorben bezeichnen.

Erscheinungsbild und körperliche Merkmale

Die York Chocolate hat einen Körperbau, der zwischen dem eleganten orientalischen Typ und einem kräftigeren, muskulösen Typ liegt: lange, schlanke, aber kräftige Beine, kleine runde Pfoten und einen langen, gut befederten Schwanz. Der Körper ist größer als der Durchschnitt und deutlich muskulös, ohne die extrem schlanken Linien einer rein orientalischen Rasse.

Das Fell ist halblang, seidig-weich und dicht, mit auffällig wenig Unterwolle - das macht das Fell für eine halblanghaarige Rasse relativ pflegeleicht. Die zugelassenen Farben sind Schokoladenbraun und Lilac, einfarbig oder kombiniert mit Weiß. Ein offizieller, aktiv gepflegter Farbstandard fehlt jedoch, da es keinen aktiven Rasseverband mehr gibt; Beschreibungen von Augenform und -farbe unterscheiden sich zwischen den Quellen und werden hier deshalb nicht als feststehende Tatsache dargestellt.

Kitten werden mit einer weniger ausgeprägten Fellfarbe geboren, die sich in den ersten Lebensmonaten weiter zum endgültigen schokoladenbraunen oder lilafarbenen Farbton entwickelt.

Charakter und Temperament

Beschreibungen der Rasse sind in einem Punkt auffällig einheitlich: Die York Chocolate soll außergewöhnlich menschenbezogen und anhänglich sein, mit einer verspielten, neugierigen Wesensart, die wenig hyperaktiv wirkt. Halter, die die Rasse gehalten haben, vergleichen das Verhalten oft mit einem Hund in Treue und Anhänglichkeit - die Katze sucht aktiv die Gesellschaft der Menschen im Haus, statt sich zurückzuziehen.

Fremden gegenüber kann die Katze anfangs zurückhaltend sein. Im Freien zeigt sich die Rasse seit jeher als ausgeprägter Jäger, was zur Veranlagung der ursprünglichen Bauernhofkatzen passt.

Kinder, andere Katzen, Hunde und Besuch

Auf Grundlage der verfügbaren, begrenzten Beschreibungen scheint die York Chocolate gut zu einer ruhigen Familie zu passen: Der menschenbezogene Charakter passt in der Regel gut zu älteren Kindern, die wissen, wie man sich einer Katze ruhig nähert. Wie bei jedem Tier gilt: Lass kleine Kinder nie unbeaufsichtigt mit der Katze spielen, und sorge dafür, dass die Katze sich jederzeit an einen ruhigen Ort zurückziehen kann.

Aufgrund der sozialen Veranlagung gewöhnt sich die Rasse in der Regel an andere Katzen und an Hunde, sofern die Eingewöhnung schrittweise und kontrolliert verläuft. Bei Besuch ist eine anfänglich scheue Reaktion normal; gib der Katze die Zeit, sich in ihrem eigenen Tempo daran zu gewöhnen.

Instinkte und Alltagsverhalten

Der Jagdtrieb ist bei dieser Rasse ausgeprägt vorhanden und zeigt sich in Anschleich-, Lauer- und Zugreifverhalten gegenüber Spielzeug. Auch Kratzverhalten - zur Krallenpflege, für Streckbewegungen und zur Geruchsmarkierung - ist zu erwarten und erfordert einen stabilen, robusten Kratzbaum, der dem Gewicht einer größeren, muskulösen Katze standhält, wie den EBI Kratzbaum Bedford 127, einen mittelhohen Kratzbaum mit Plüschbezug und einer gemütlichen Höhle, der sich gut für eine größere Katze eignet.

Erwarte außerdem normales Kletterverhalten und Interesse an erhöhten Aussichtsplätzen, passend zum aktiven, athletischen Körperbau der Rasse.

Lebensumfeld und Lebensphase

Da aktuelle Zuchtdaten fehlen, ist wenig über Generationsunterschiede zwischen Kitten, Jungtieren, erwachsenen und älteren York Chocolates dokumentiert. Aufgrund von Körperbau und Aktivitätsniveau ist jedoch anzunehmen: Dies ist keine Rasse, die sich in einem kleinen, reizarmen Raum ohne Klettermmöglichkeiten und Aussichtsplätze wohlfühlt.

Ein Leben als reine Wohnungskatze ist möglich, sofern genügend vertikaler Raum und Beschäftigung vorhanden sind; Freigang bringt die üblichen Risiken durch Verkehr, Krankheitsübertragung und Verschwinden mit sich. Keine der beiden Optionen ist grundsätzlich richtig - es hängt vom Wohnumfeld und der Möglichkeit ab, Risiken zu begrenzen.

Geistige Beschäftigung und Spiel

Angesichts des ausgeprägten Jagdinstinkts profitiert diese Rasse vermutlich von Angelspielzeug, das die Beutebewegung nachahmt, von Futterpuzzles, die das Futtersuchverhalten anregen, sowie von mehreren kurzen Spieleinheiten pro Tag statt einer einzigen langen Sitzung. Kletter- und Aussichtsstrukturen passen zum athletischen Körperbau.

Training und Sozialisierung

Frühe, positive Sozialisierung mit Menschen, Geräuschen und dem Hochnehmen legt den Grundstein für eine Katze, die später gut mit Pflege und Tierarztbesuchen zurechtkommt. Angesichts der starken Menschenbezogenheit, die der Rasse zugeschrieben wird, reagiert eine York Chocolate vermutlich gut auf kurze, futter- oder spielbasierte Trainingseinheiten - auch wenn dies individuell verschieden bleibt.

Alleinbleiben

Eine so ausgeprägt menschenbezogene Katze, wie die York Chocolate beschrieben wird, kann sich bei langer, wiederholter Abwesenheit schneller langweilen als eine eigenständigere Rasse. Sorge für ausreichend Beschäftigung und ziehe die Gesellschaft einer zweiten Katze in Betracht, wenn der Halter regelmäßig lange Tage außer Haus ist.

Fellpflege

Das halblange Fell hat wenig Unterwolle und neigt dadurch weniger zum Verfilzen als bei dicht behaarten Langhaarrassen. Wöchentliches Durchkämmen mit einem Kamm mit mittlerem Zinkenabstand, wie dem Trixie Kamm mit mittlerem Zinkenabstand, hält lose Haare und beginnende Verknotungen unter Kontrolle.

Baden ist bei dieser Rasse normalerweise nicht nötig. Kontrolliere außerdem regelmäßig Krallen, Gebiss, Ohren und Augen.

Gesundheit und empfohlenes Screening

Für die York Chocolate ist keine rassespezifische Erbkrankheit offiziell dokumentiert - das sagt jedoch vor allem etwas über das Fehlen eines aktiv geführten Rasseverbands und eines zugehörigen Gesundheitsscreening-Programms aus, nicht zwangsläufig über den tatsächlichen Gesundheitszustand der Rasse. Ohne eine offizielle Datenbank können anlagebedingte Risiken weder ausgeschlossen noch bestätigt werden.

Wie bei jeder Katze gelten die allgemeinen Warnzeichen: Suche einen Tierarzt auf bei Atemproblemen, plötzlicher Lethargie oder Futterverweigerung, Schwierigkeiten beim Urinieren, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall, Augenschmerzen, ernsthaften Hautproblemen, plötzlicher Verhaltensänderung oder Lahmheit.

Ernährung und Körperkondition

Als obligater Fleischfresser benötigt die Katze tierisches Eiweiß, Taurin und eine Flüssigkeitsaufnahme, die speziell auf die Art abgestimmt ist - das gilt uneingeschränkt auch für die York Chocolate. Für ein Kitten eignet sich ein feuchtes Alleinfuttermittel mit hoher Nährstoffdichte, wie Animonda vom Feinsten Kitten Geflügel 100g, ein Nassfutter, das zusätzlich zur Flüssigkeitsversorgung beiträgt. Für den muskulösen Körperbau der erwachsenen Katze kann ein eiweißreiches Nassfutter wie Animonda vom Feinsten Adult mit Geflügel & Kalb 100g passen.

Berechne die genaue Tagesportion immer anhand des aktuellen Gewichts, des Kastrationsstatus, des Aktivitätsniveaus und der Energiedichte (ME in kcal/kg) des gewählten Futters - nicht allein anhand des Rassenamens. Kontrolliere nach zwei bis vier Wochen Gewicht und Körperkondition und passe die Portion bei Bedarf an.

Katzenklo und häuslicher Kontext

Für eine größere, muskulöse Katze wie die York Chocolate ist ein geräumiges Katzenklo komfortabler als ein Standardmodell. Bei mehreren Katzen im Haushalt gilt die Faustregel: ein Klo pro Katze plus eines extra.

Halsband-, Geschirr- und Transportboxwahl

Wähle bei einem Halsband immer einen Sicherheitsverschluss, der sich unter Druck öffnet, und miss den Halsumfang, bevor du eine Größe wählst - Fell und Körperbau können das gemessene Maß beeinflussen. Gewöhne die Katze frühzeitig an eine Transportbox, damit Tierarztbesuche weniger stressig verlaufen.

Zeit, Kosten und tägliche Belastung

Abgesehen von der praktisch unmöglichen Anschaffung erfordert diese Rasse, ausgehend von den beschriebenen Eigenschaften, einen realistischen Zeitaufwand: tägliche Aufmerksamkeit und Spielzeit aufgrund der Menschenbezogenheit, wöchentliches Kämmen sowie die üblichen Kosten für Futter, Katzenstreu, präventive Tierarztversorgung und gegebenenfalls eine Haustierversicherung.

Vorteile

  • Anhängliches, menschenbezogenes Wesen mit wenig Hyperaktivität;
  • Halblanges Fell mit wenig Unterwolle, relativ pflegeleicht für eine langhaarige Rasse;
  • Auffällige, unverwechselbare schokoladenbraune oder lilafarbene Fellfarbe;
  • Bislang keine rassespezifische Erbkrankheit dokumentiert.

Nachteile und Punkte, auf die man achten sollte

  • Praktisch nicht erhältlich: Es sind keine bestätigten aktiven Züchter mehr bekannt;
  • Kein aktiv geführter Rasseverband, daher kein aktueller Rassestandard oder Gesundheitsscreening-Programm;
  • Viele Informationen zur Rasse basieren auf historischen Quellen statt auf aktuellem, überprüfbarem Zuchtmaterial;
  • Kann bei längerer Abwesenheit des Halters aufgrund der starken Menschenbezogenheit schneller vereinsamen oder sich langweilen.

Für wen geeignet

Für Katzenliebhaber, die sich für die Geschichte, Herkunft und Genetik seltener Farbmutationen interessieren und ein ehrliches Bild davon haben möchten, wie schwer manche Rassen tatsächlich zu finden sind.

Für wen nicht geeignet

Für alle, die kurzfristig tatsächlich ein Kitten kaufen möchten: Diese Rasse ist dafür aktuell keine realistische Option.

Verantwortungsvoller Kauf oder Vermittlung

Für die York Chocolate gilt eine andere Realität als für die meisten Rassen auf dieser Seite: Weltweit sind keine bestätigten, aktiven Züchter bekannt, und der eigene Rasseverband ist bereits seit zwei Jahrzehnten nicht mehr aktiv. Wer dennoch über ein Inserat auf eine York Chocolate stößt, sollte besonders kritisch sein: Frage immer nach Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, einer klaren Abstammung und der Möglichkeit, die Elterntiere zu sehen - dieselben Grundregeln wie bei jeder anderen Rasse.

Realistischer ist es, sich nach anerkannten Rassen mit einer vergleichbaren schokoladenbraunen oder lilafarbenen Fellfarbe umzusehen, etwa der Havana Brown, oder über ein Tierheim oder eine anerkannte Vermittlungsorganisation nach einer Katze zu suchen. Eine Katze aus dem Tierheim bietet selten eine garantierte Rasseherkunft, dafür aber eine überprüfte Gesundheitskontrolle und ein ehrliches Bild des Charakters.

Relevante häufig gestellte Fragen

Gibt es die York Chocolate wirklich noch?
Weltweit sind keine bestätigten, aktiven Zuchtprogramme mehr bekannt. Manche Quellen bezeichnen die Rasse deshalb als funktionell ausgestorben, wobei dieser Begriff technisch gemeint ist: Er bezieht sich auf das Fehlen registrierter Tiere und Züchter, nicht zwangsläufig auf das vollständige Verschwinden der genetischen Linie.

Ist die York Chocolate dasselbe wie eine gewöhnliche schokoladenfarbene Katze?
Nein. Die Farbe allein macht eine Katze noch nicht zur York Chocolate; die Rasse wurde durch eine Kombination aus Farbe, halblangem Fell und Körperbau definiert, die aus einer einzigen speziellen Zuchtlinie im Bundesstaat New York entwickelt wurde.

Warum wird die Rasse nicht von der FIFe oder TICA anerkannt?
Große internationale Verbände erkennen in der Regel nur Rassen mit einem aktiv gepflegten Standard, einer lebensfähigen Zuchtpopulation und einem funktionierenden Rasseverband an. Da der eigene Verband der York Chocolate seit 2004 nicht mehr aktiv ist, fehlt diese Grundlage.

Welche Rasse kann ich als Alternative in Betracht ziehen?
Die Havana Brown hat ein vergleichbares, einfarbig schokoladenbraunes Fell, ist bei mehreren großen Verbänden anerkannt und über aktive Züchter zu finden.

Fazit

Die York Chocolate ist in erster Linie als Kapitel aus der Geschichte der Katzenzucht interessant: eine Farbmutation, die auf einem Bauernhof entstand, kurzzeitig einen eigenen Rasseverband bekam und anschließend fast vollständig von der Bildfläche verschwand. Wer heute ernsthaft eine York Chocolate als Mitbewohner sucht, stößt auf ein praktisches Problem, das keine Züchterwahl lösen kann: Es gibt schlicht kaum noch jemanden, der sie züchtet. Wem die Farbe und der Charakter zusagen, für den ist eine anerkannte und tatsächlich erhältliche Rasse wie die Havana Brown in der Regel der klügere Weg.

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