
10 überraschende Fakten über Aquarienfische, die Sie noch nicht kannten
, Von Michael van Wassem, 3 min Lesezeit

, Von Michael van Wassem, 3 min Lesezeit
Hat Ihr Goldfisch wirklich nur drei Sekunden Gedächtnis? Entdecken Sie 10 überraschende Fakten über Aquarienfische und was sie für die Pflege bedeuten.
Aquarienfische wirken vielleicht wie stille Bewohner ihrer gläsernen Welt, doch unter Wasser passiert viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Sie spüren Vibrationen, die wir nicht bemerken, atmen manchmal Luft und sehen Farben, die für uns unsichtbar sind. Hier sind 10 Fakten über Aquarienfische, die Sie wahrscheinlich noch nicht kannten – jeweils mit dem Hinweis, was sie für die Pflege bedeuten.
Das ist ein hartnäckiger Mythos, doch die Forschung zeigt etwas anderes. Fische lernen zum Beispiel, zu welcher Zeit gefüttert wird und welches Signal zum Futter gehört, und merken sich das mindestens einige Wochen bis Monate. Ihre Fische erkennen also wirklich, wann Sie sich dem Aquarium nähern. Feste Fütterungszeiten und ruhige Gewohnheiten funktionieren daher gut.
Entlang der Flanken der meisten Fische verläuft eine Reihe kleiner Sinneszellen: die Seitenlinie. Damit nehmen sie Wasserströmung und Vibrationen wahr, auch im Dunkeln oder in trübem Wasser. Das ist einer der Gründe, warum ein Schwarm so synchron abbiegen kann. Kräftiges Klopfen an die Scheibe kommt bei ihnen deshalb wie ein echter Schlag an.
Goldfische und andere Karpfenartige haben keinen Magen wie wir: Das Futter gelangt fast direkt in den Darm. Sie können deshalb nur wenig auf einmal verarbeiten und wirken scheinbar ständig hungrig. Geben Sie lieber mehrere kleine Portionen pro Tag als eine große, und füttern Sie nicht mehr, als die Fische in etwa zwei Minuten fressen. Passendes Fisch- und Schildkrötenfutter erleichtert das Dosieren.
Goldfische haben, ähnlich wie viele Vögel, einen zusätzlichen Typ von Farbrezeptoren im Auge, mit dem sie ultraviolettes Licht wahrnehmen. Sie sehen ihr Aquarium also in Farben, die wir nicht kennen. In der Praxis heißt das vor allem, dass Tageslicht und Aquarienbeleuchtung ihr Farbempfinden beeinflussen.
Kampffische (Bettas) besitzen neben den Kiemen ein Labyrinthorgan, mit dem sie Luft aufnehmen können. Sie schwimmen regelmäßig kurz nach oben, um zu „schnappen“. Achten Sie deshalb darauf, dass zwischen Wasser und Abdeckung eine Luftschicht bleibt und die Luft dort nicht eiskalt ist.
Corydoras (Panzerwelse) schießen manchmal blitzschnell zur Oberfläche, um Luft zu schlucken. Sie können einen Teil des Sauerstoffs über den Darm aufnehmen. Ab und zu ist das normal. Tun sie es dauernd, prüfen Sie die Wasserqualität und den Sauerstoffgehalt.
Guppys sind lebendgebärend: Sie bekommen keine Eier, sondern voll entwickelte junge Fische. Weibchen können Sperma speichern und nach einer einzigen Paarung mehrmals Junge bekommen, manchmal Monate später. Wenn Sie keinen ungeplanten Nachwuchs möchten, stellen Sie Ihre Gruppe bewusst zusammen und sorgen Sie für genügend Pflanzen als Versteck.
Die meisten Fische können ihre Augen nicht schließen. Sie ruhen mit verringerter Aktivität, oft nahe am Boden oder zwischen Pflanzen. Ein fester Tag-Nacht-Rhythmus mit einer Zeitschaltuhr für die Beleuchtung hilft, und Verstecke wie Aquariumdekoration geben ihnen Ruhe und Sicherheit.
Goldfische erreichen bei guter Pflege oft 10 bis 20 Jahre, manche sogar mehr. Der bekannteste Rekord ist ein englischer Goldfisch namens Tish, der angeblich 43 Jahre alt wurde. Sie werden außerdem größer, als viele denken, und gehören nicht in eine kleine Schale. Ein geräumiges Aquarium mit guter Filterung und Pflegeprodukten für Fische und Aquarien hilft ihnen, gesund alt zu werden.
Rote, orange und gelbe Farbtöne stammen zum Teil aus Pigmenten (Carotinoiden) im Futter, denn viele Fische bilden diese nicht selbst. Mit abwechslungsreichem, gutem Futter bleiben die Farben daher kräftiger. Stress oder schlechte Wasserqualität können Farben dagegen verblassen lassen. Wird ein Fisch plötzlich blasser, ist das ein Grund, die Wasserwerte zu prüfen.
Fische lernen und erinnern sich, spüren Vibrationen über die Seitenlinie, manche atmen Luft, und viele Goldfische werden älter, als man denkt. Für Sie als Halter heißt das: feste Routinen, kleine Futterportionen, gute Wasserqualität und genügend Verstecke. Möchten Sie ein neues Zuhause für Ihre Fische auswählen? Dann sehen Sie sich das Angebot an Aquarien von Fidello an.